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Selbstversuch vorerst abgeschlossen ;-)

Selbstversuch vorerst abgeschlossen ;-)

Heute möchte ich euch endlich vom Ergebnis meines Selbstversuches berichten. Es war recht spannend einmal auszuprobieren, wie aufreibend das Leben eines Bodybuilders so sein kann (von Wettkampfbodybuilder will ich gar nicht reden). Ich habe daraus einige Schlussfolgerungen gezogen – doch dazu später etwas mehr. Jetzt erst mal im Schnelldurchlauf meine Idee, die Durchführung und das Ergebnis – jetzt auch mit Fotos Igor ;-)

Die Idee

Nach einigen Gesprächen mit Freunden kam ich auf die Idee, selber mal etwas mehr zu machen “als einfach dreimal die Woche ins Fitness-Studio zu rennen”. Na ja, eigentlich hatte ich nicht die Idee, sondern einer meiner Lieblingssportler Marcel Herz hat mich auf die Idee zu dem Selbstversuch gebracht und mich auch darin bestärkt es auszuprobieren. Also hatte ich mir vorgenommen: erstens einen gescheiten Trainingsplan zu verfolgen (was ich ohnehin meistens tue), einmal mehr ins Studio zu gehen (auch nicht schwer im Winter) und meine Ernährung umzustellen. Erst einige Zeit lang so, dass ich etwas zunehmen konnte und danach eine kleine Diät, um in “Freibad-Form” zu kommen.

Die Umsetzung – Part I – Zunehmen?

Die erste Phase, in der ich etwas Masse und Muskeln aufbauen wollte, begann am 1., na ja eher am 2. Januar. Ich hatte ausgerechnet, dass ich normaler Weise ca. 2700 Kalorien verbrauche und wollte ca. 300 Kalorien am Tag mehr zu mir nehmen, um etwas Überschuss für den Muskelaufbau zu haben, an Trainingstagen dann nochmal 300 mehr, für die Mehrarbeit. Am 2. Januar wog ich 87 kg. Das Problem – das war nicht mein Standard-Gewicht, sondern eher mein Nach-Weihnacht-Gewicht. zunehmen war also nicht einfach, aber ich habe mein Gewicht über die gesteigerte Nahrungsaufnahme gehalten und ich würde sogar behaupten, dass sich mein Körper verändert hat – ich hab in der Zeit doch öfter kritisch in den Spiegel geschaut.
Gerade am Anfang war es enorm schwer, auf die 3000 / 3300 Kalorien zu kommen (mit dem Kalorienzähler auf dem iPad hab ich das sehr genau kontrolliert). Ich hab gemerkt, dass ich sonst einfach wesentlich weniger esse. Daher musste ich etwas Unterstützung durch Proteinpulver und sogar Weight-Gainer in Anspruch nehmen, nur so hab ich die Kalorien geschafft (sonst hätte ich wahrscheinlich mehr Kuchen oder Gummibärchen hmm lecker geschnuckt). Ich habe in der Zeit mit Dreier-Split gearbeitet, den ich 4-5 Mal die Woche abgearbeitet habe (Beine-Waden-Bauch / Rücken-Bizeps / Brust-Trizeps). Einmal die Woche war außerdem Schwimmtraining angesagt. Am 30. April hatte ich dann immer noch 87 Kilo drauf, aber die waren schon etwas besser verteilt, als am 1. Januar ;-)

Die Umsetzung – Part II -Diät?

Für die Diät hatte ich mir einen Zeitraum von 6 Wochen gesteckt, ich wollte ja Freibad-tauglich sein und das machte am 13. Mai auf. Zielgewicht waren für mich 82 Kilo, also etwa ein Kilo pro Woche, was ich für ganz sinnvoll und erreichbar hielt. Die Diät, also das etwas weniger Essen (300 Kalorien weniger als der errechnete Grundverbrauch von 2700 Kalorien) war für mich nicht so problematisch. Aber ich wollte auch gleichzeitig auf besseres, Bodybuilding angepasstes Essen zurück greifen. Morgens das Brot mit Honig war ein schmerzlicher Verlust (und auch nicht immer konsequent weggelassen). Es kamen mehr Eier ins Programm, öfter morgens mal Quark mit Obst und ziemlich oft machte ich ein, zwei Putenschnitzel mehr zur Hauptmahlzeit, die dann später mit einem Stück Tomate oder ähnlichem zur Zwischenmahlzeit wurden. Zucker im Tee gab es gar nicht mehr und Säfte gabs auch kaum noch. Ach ja, der Weight Gainer fiel logischer Weise auch weg – Eiweiss aus der Dose gab es aber immer noch regelmäßig.
So hatte ich dann in der zweiten Mai-Woche tatsächlich etwa 82 kg erreicht. Allerdings war ich nicht so ganz zufrieden mit meinem Aussehen, es passte noch nicht ganz. Durch die Erdbeerzeit war es aber nicht sonderlich schwer weiter Eiweiss-reich und fettarm zu essen, denn ich liebe Erdbeerquark, dass wurde in den zwei Wochen zu meiner Hauptnahrungsquelle. Ende Mai hatte ich dann zwar nur ein weiteres Kilo abgenommen, aber plötzlich waren meine Bauchmuskeln wieder zu erahnen und es passte. Da ich im Sommer ohnehin gerne passen esse: mageres Gegrilltes, viel Salat, Obst, Quark wird es wohl noch ein bisschen besser werden ;-)

Was hab ich davon?

Der ein oder andere wird jetzt Fragen: “Was hast du jetzt davon?”. Gute Frage. Ich weiss, dass ich es kann. Ich habe gelernt mein Essen ganz gut anzupassen, kann mich selber zurückhalten (beim Naschen, Alkohol usw.) und kann recht gut bestimmen wie ich aussehen möchte. Zu vielen Trainingsfragen habe ich auch einiges gelernt (danke dafür vor allem an Marcel Herz, aber auch Lukas Homberger, Jan Bunk, Benjamin Dachs, Paul Seeger u.a.).

Ein Blick in die Zukunft

Ich habe gesehen, dass es funktionieren kann und wie die meisten Menschen möchte ich mehr. Jetzt gönne ich mir erst mal etwas Sommer-Pause (nur was das Essen angeht) und danach geht es weiter. Ab etwa August werde ich wieder einplanen, dass ich etwas zunehme. Diesmal direkt vom geringen Gewicht aus und mit noch konsequenterer Ernährung (ich weiss ja jetzt, wie es geht). Über Weihnachten passe ich auf, dass ich nicht wieder so zuschlage, wie die letzten Jahre (oder ich muss am Heiligabend-Lauf mitmachen). Wenn mich die Leute weiter so motivieren, wie zuletzt, sollte da noch einiges drin sein. Wann ich dann wieder in Form kommen will oder muss, plane ich jetzt noch nicht auf den Tag genau – ich würde aber vermuten Ende des Winters.

Wettkampf?

Auch wenn der ein oder andere schon das Wort “Wettkampf” in den Mund genommen hat – so richtig traue ich mir das nicht zu, obwohl ich mir vorstellen kann, dass ich es kann. Ich Frage mich nur, ob ich dann wirklich “gut” aussehe, um bei Meisterschaften was zu reissen. Da brauche ich noch etwas Unterstützung bei einer Entscheidung dafür oder dagegen und wenn dafür, dann jemanden, der mich immer wieder motiviert.

Aber eins steht fest:

Der Sport macht unheimlich viel Spaß – meistens bin ich extrem motiviert und gelegentlich muss ich mich selber bremsen, schon wieder ins Training zu gehen. Auch die Ernährungsumstellung ist nicht so schlimm – jetzt wo ich weiss, dass sie etwas bringt. Also mache ich auf jeden Fall weiter und freue mich auf die nächsten Schritte und erreichten Ziele.

Frage an euch

Interessiert euch, was ich so mache oder ist das eher langweilig, wollt ihr lieber von Wettkampfathleten etwas lesen. Je nach dem, wie euer Votum ausfällt, lasse ich euch zukünftig mit eigenen Schilderungen in Ruhe oder eben nicht. Nutzt dazu gerne unten kräftig die Kommentar-Funktion. Es würde mich freuen, von euch zu lesen.

Hier noch ein paar Fotos:

Aus der Zeit vor der Diät:

Und ein paar ganz aktuelle Bilder Anfang Juni:

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