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Daniel im Kampf für die Gesundheit und das Wohlfühlen

Daniel im Kampf für die Gesundheit und das Wohlfühlen

Im Moment ist bei den meisten Wettkampfathleten Pause angesagt (Massephase, Regeneration, ja nach Jahresplanung). Aber nicht nur Wettkampf-Bodybuilder haben ergiebige Ziele, auch der Otto-Normal-Sportler schafft häufig großartige Leistungen im Bezug auf seine Körperentwicklung, wie folgendes Beispiel zeigt. Daniel, ein aktiver Wasserballer, beschreibt uns darin das auf und ab während einiger Änderungen der Lebensgewohnheiten.

Der sportliche Werdegang
Im Alter von fünf Jahren begann meine sportliche Karriere im Schwimmsport. Seit nun fast 20 Jahren treibe ich also Sport, teilweise sogar bis zu 14 Trainingseinheiten pro Woche. Schwimmen auf Leistungs-/ Wettkampfniveau bis Bundesebene im Masterbereich ergänzt durch Kraft- & Ausdauertraining, sind somit schon seit Ewigkeiten ein zentraler Faktor in meinem Leben.

Studium macht krank ;-)
Wegen des Studiums bin ich nach Kassel gezogen und war bis vor kurzem recht fit. Im letzten Semester betätigte ich mich dann nicht mehr so sportlich. Durch ständig wechselnde Stundenpläne, das ein oder andere „Saufgelage“, einer Ernährung, die über Wochen nur aus Fertigpizza, sowie massenhaft Schokolade und anderen Süßkrams mit schön viel Zucker bestand, und phasenweise mangelnde Motivation, häufte sich bei mir eine Masse von stolzen 106 Kilogramm bei 194 Zentimetern Körperhöhe an. Die Zahl 106 war für mich so erschreckend, dass ich für mich gesagt habe, jetzt muss wieder was getan werden.

Die Wende – Fastenzeit
Das war am 11. September 2011. Regelmäßiger Alkoholkonsum, Gelegenheitsraucher, „Zuckersucht“. Ab diesem Sonntag Alkoholstopp für einen Monat, keine Zigaretten mehr und eine generelle Ernährungsumstellung und der gute Vorsatz, wieder mehr Sport zu treiben, sorgten bis Dezember für einen Gewichtsverlust von 13 Kilogramm. Die Ernährung umzustellen, erforderte ein hohes Maß an Disziplin, da ich vorher gar nicht darauf geachtet hatte und mich wie gesagt sehr ungesund, dafür aber extrem lecker ernährt habe. Zunächst einmal habe ich die Süßigkeiten, die ich vorher in Massen in mich hineinschaufelte, komplett weggelassen. Kaffee und Tee wurden ohne Zucker getrunken. Ich habe angefangen Obst zu kaufen. CokeZero statt normaler Kola, etwas, was ich vorher immer als „bescheuert“ abgetan hatte. Ich habe angefangen mir Salate selbst zu machen und sogar in einem Restaurant mal einen Salat bestellt, was mir vorher überhaupt nicht in den Sinn gekommen wäre. Dann habe ich auch generell an der Menge, die ich gegessen habe, reduziert. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt war kohlenhydratreiche Produkte abends gar nicht mehr zu essen und auf Eiweiß (Fleisch und Eier), Obst und Gemüse umzustellen. Das alles ohne irgendwelche Präparate, Shakes oder sonstige Zusätze.

Zum Training:
Bei meinem letzten Arztbesuch im August aufgrund von Rückenschmerzen hat mir dieser für ein Jahr Funktionstraining verschrieben, da ich ein Wirbelsäulenproblem habe: Kyphose (Rundrücken 64°) und Morbus Scheuermann. Dieses zusätzliche Training kam mir natürlich sehr zu gute. Im Schnitt bestand mein Training in dieser Zeit wöchentlich aus 3 Einheiten Joggen (30 – 45 Minuten je Einheit), 3 Einheiten Schwimm- bzw. Wasserballtraining (1½ – 2 Stunden je Einheit) und 3 Einheiten Funktions- bzw. Krafttraining (2 – 3 Stunden je Einheit). Insgesamt war es eine sehr schöne Erfahrung. Es hat mich sehr gefreut, wieder die Motivation, mehr Sport zu treiben, wiedergefunden habe.

Motivation-Fotos
Um meine Transformation zu dokumentieren habe ich, wie man sehen kann, jede Woche ein Foto an der gleichen Stelle gemacht. Das „dicke“ Foto dient mir jetzt als Motivation, nie wieder „so“ auszusehen. An sich bin ich ein glücklicherer und selbstbewussterer Mensch geworden. Ich weiß für mich jetzt, dass es auf jeden Fall möglich ist, Gewicht zu reduzieren und das auch mit der nötigen Disziplin und Motivation jeder schaffen kann. Ich kann es nur empfehlen, wie gesagt, ich bin glücklicherer geworden.

Bodytransformation 3 Monate: September 2011 links - Januar 2012 rechts!

Die Belohnung
Belohnt wurde ich mit einer guten Zeit bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen Ende Januar, wo ich nur 6 Hundertstelsekunden über meiner persönlichen Bestzeit lag. Diese stammt aus einer Zeit, wo es noch erlaubt war mit Hightech-Anzügen zu schwimmen und somit aus dem Zenit meiner „Kariere“ vor etwa 6 Jahren. Weiterhin bin ich im Allgemeinen viel fitter als zuvor, was sich auch auf mein Spielvermögen beim Wasserball, was ich nun seit zwei Jahren im Verein in der Bezirksoberliga Braunschweig spiele, ausgewirkt hat.

Ziele
Momentan ist mein Ziel zum ersten Mal einen Halbmarathon zu absolvieren. Dieser wird im Mai in Kassel stattfinden. Der aktuelle Trainingsaufwand hierfür beläuft sich auf 30 – 40 Kilometer pro Woche. Meine Wunschzielzeit liegt bei 1:45 Stunden. Wenn ich das schaffen sollte, werde ich im Laufe des Jahres mich noch an einem Marathon versuchen. Ein weiteres Ziel ist es ein sichtbares Sixpack heraus zu arbeiten bzw. jegliche Muskelgruppen genauer zu definieren und mein Gewicht auf etwa 90 Kilogramm zu reduzieren.

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